Ansgarwerke

Die Ansgar-Werke unterstützen Katholiken in den Nordischen Ländern.

Diaspora im Hohen Norden bedeutet:

• eine junge, selbstbewusste und wachsende Kirche
• treues Glaubenszeugnis auch in großer Einsamkeit
• ökumenisches Miteinander in einer weithin entchristlichten Umwelt
• bei einer Versammlung von1000 Jugendlichen sind nur fünf katholisch
•Vertrauen auf die Verbundenheit mit der weltweiten Glaubensfamilie
• Gemeinden groß wie die Niederlande und Belgien zusammen
• mehrere hundert Kilometer Weg bis zum Sonntagsgottesdienst
• über 70 Nationalitäten in einer Kirchengemeinde

Die Ansgarwerke waren über viele Jahrzehnte außer privaten Wohltätern und bestimmten Ordensgemeinschaften die einzigen Anlaufstellen, bei denen die Kirche in den nordischen Ländern mit ihren ganz extremen Diaspora-Verhältnissen Hilfe erwarten konnte. Erst 1974 fasste die Generalversammlung des Bonifatiuswerkes mit Initiative von Prälat Franz Wüstefeld den Beschluss, „von nun an gezielt und wirksam der sehr armen Kirche in den skandinavischen Ländern zu helfen" und änderte entsprechend die Satzung. Damals blickten zwei der deutschen Ansgarwerke bereits auf eine ca. 50-jährige Geschichte zurück.

 

1. Die älteste Gründung ist das St. Ansgarwerk München e.V. Es wurde 1923/24 ins Leben gerufen, nachdem 1922 der Münchener Domkapitular Dr. Johannes Müller Apostolischer Vikar in Schweden wurde; später war er der erste Bischof von Stockholm. Das Münchener Werk versucht aus dieser historischen Beziehung bis heute, alle Geistlichen der süddeutschen Diözesen inkl. Speyer über das gemeinsam mit Köln herausgegebene Jahrbuch zur Hilfe für die nordische Diaspora zu motivieren. 6000 Personen werden von dort angeschrieben. Dass dies ein Anliegen ist, das südlich des Mains noch schwerer zu vermitteln ist als weiter nördlich, sieht man an den Erträgen: Von Dezember 1998 bis Oktober 2000 konnte man von München aus die nordische Diaspora auf diesem Weg mit ca. 373.000 Euro unterstützen; der Betrag für das Jahr 2000 wird mit 235.000 DM angegeben.

 

2. Das St. Ansgarius-Werk Köln ist ursprünglich eine private Gründung des Priesters Dr. Peter Louis (1886-1956), zuletzt Pfarrer in Leverkusen-Bürrig; er nannte sich seit 1925 „Generalprokurator des St. Ansgarius-Glaubenswerkes"; nach dem Urteil seiner Zeitgenossen hat er durch die seit 1934 erfolgte Herausgabe der Jahrbücher die nordische Diaspora der Vergessenheit überhaupt erst entrissen.

Das von ihm gegründete Werk kam 1951 in den Verdacht der Misswirtschaft, was sich leider bei einer Revision bestätigte und nach jahrelangem Hin und Her dazu führte, dass das Erzbistum Köln 1955 dieses Werk aus Überzeugung von dessen Notwendigkeit zu seinem eigenen machte. Eine Eingliederung in das Bonifatiuswerk, das damals mit der deutschen Diaspora mehr als genug zu tun hatte, war nicht möglich. Aus verschiedenen Gründen gelang es auch nicht, die anderen westdeutschen Bistümer zu einer Allianz zu bewegen: Man hatte entweder genug eigene Sorgen oder fürchtete Köln. So blieb dieses Werk, obschon umfassender gedacht, tatsächlich weitgehend auf den Raum des Erzbistums beschränkt. Es erreicht zur Zeit ca. 5000 Adressaten, wobei die Priester und Diakone im Erzbistum Köln das Jahrbuch auch dann erhalten, wenn sie sich für das Werk nicht finanziell engagieren. Im Jahr 2000 wurden ca. 669.000 DM eingenommen und in den Norden weitergeleitet.

 

3. Unter dem Eindruck des 1. Nordischen Katholikentags in Hamburg (1965) gründete Bischof Helmut Hermann Wittler 1967 in seinem Bistum Osnabrück ein eigenes Ansgarwerk, dem 1995 das damals neu errichtete Erzbistum Hamburg beitrat. In diesen beiden Bistümern zählt man 3.800 Personen zum Fördererkreis, der zweimal jährlich eine eigene Illustrierte, Ansgar-Info (bis 2002: Informationen zur katholischen Kirche in den nordischen Ländern), erhält. Im Jahr 2000 konnte man einen Betrag von 499.185 DM für den Norden aufbringen. Das Ansgarwerk Hamburg/Osnabrück sieht seine unmittelbare Nachbarschaft zu Skandinavien als eine besondere Verpflichtung, die durch zahlreiche Patenschaften zwischen Gemeinden und die regelmäßige Durchführung von theologisch-spirituellen Fortbildungsveranstaltungen für Geistliche, Ordensleute und auch Laien aus dem Norden realisiert wird.

 

4. Auch der verstorbene Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner gründete 1967, damals noch Bischof von Münster, dort ein eigenes Ansgarwerk; es zählt nach den letzten Angaben 2900 Förderer und konnte im Jahre 2000 die Summe von 438.337 DM für den Norden ausgeben.

In den letztgenannten drei Bistümern gibt es für diesen Zweck einmal im Jahr eine obligatorische Kollekte in allen Kirchen, während die Erträge in München und Köln ausschließlich aus gezielten Spenden und Nachlässen kommen.

Adressen:

Ansgar-Werk der Bistümer

Köln

St. Ansgarius-Werk Köln
Erzbistum Köln
Postadresse      50606 Köln

Besucheradresse: Kardinal-Frings-Straße 12, 50668 Köln

Telefon: 0221 / 16 42 - 56 50
Telefax: 0221 / 16 42 - 56 52
www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/institutionen/ansgariuswerk/

E-Mail: ansgariuswerk@erzbistum-koeln.de

Osnabrück und Hamburg

Postfach 1380

49003 Osnabrück

Telefon: 0541 / 318-410 oder 172

Telefax: 0541 / 318-181

Internet: www.ansgar-werk.de

E-Mail: info@ansgar-werk.de

 

Ansgar-Werk des Bistums Münster

Spiegelturm 4-8
48135 Münster
Telefon: 0251 / 495550

Telefax: 0251 / 495426

E-Mail: ansgarwerk@bistum-muenster.de

 

St. Ansgarwerk e.V. München

Sendlinger Straße 30
80331 München

Telefon: 089 / 238897 - 531

Telefax: 089 / 238897 - 58

Internet: www.erzbistum-muenchen-und-freising.de/ansgarwerk

E-Mail: weltkirche@ordinariat-muenchen.de

 

 

Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken

Der Einzelne zählt - egal wo!


Das Werk

Das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken ist von der Deutschen Bischofs-konferenz mit der Förderung der Diaspora-Seelsorge beauftragt. Diese Aufgabe nimmt das von Laien gegründete Hilfswerk seit 1849 wahr - zunächst ausschließlich in Nord- und Ostdeutschland, seit 1974 zudem in ganz Nordeuropa, seit 1995 auch in Estland und Lettland.

Förderung der Diaspora-Seelsorge bedeutet Gläubige zu befähigen, den eigenen Glauben in einer glaubensfremden   zunehmend ungläubigen   Umgebung zu leben und weiterzugeben. Als "Werk der Solidarität" sammelt das Bonifatiuswerk Spenden und stellt diese den Diaspora-Gemeinden als "Hilfe zur Selbsthilfe" objekt- und projektgebunden zur Verfügung: für den Bau und die Renovierung von Kirchen und Gemeindezentren, Jugend- und Bildungshäusern, katholischen Schulen und Kindergärten, für die Kinder  und Jugendseelsorge, für die Ausbildung von Priestern sowie für die Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Gemeindearbeit.

Die Hilfe

Im Jahr 2009 werden 91 Bauprojekte in den Diaspora-Gebieten von Deutschland, Nordeuropa und dem nördlichen Baltikum mit 4.336.000 Euro bezuschusst. 
Dort, wo die Hilfe des Bonifatiuswerkes besonders gefordert ist, beträgt der Anteil katholischer Christen an der Gesamtbevölkerung nur 3-7 %.
Im nördlichen Europa fördert das Bonifatiuswerk in diesem Jahr 26 Renovierungs  und Bauprojekte mit 1.000.000 Euro.
Weitere Informationen zu den einzelnen Bauförderungen erhalten Sie unter www.bonifatiuswerk.de > Aktivitäten > Bauhilfe > Nordeuropa.

Gern informieren wir Sie:
Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken
Kamp 22, 33098 Paderborn
Tel.: 0049 52 51 29 96 - 42
Fax: 0049 52 51 29 96 - 88
E-Mail: info@bonifatiuswerk.de