Weltfriedenstag 2013

 "Der Friede ist kein Traum, keine Utopie: Er ist möglich." Dies schreibt Papst Benedikt XVI. in seiner diesjährigen Botschaft "Selig, die Frieden stiften" zur Feier des Weltfriedenstages am 1.1. 2013."Jeder Mensch und jede Gemeinschaft – religiösen wie zivilen Charakters, im Erziehungswesen wie in der Kultur"  – sei berufen, "den Frieden zu bewirken". 

Papst Benedikt kritisiert "die Begünstigung eines angeblichen Rechts auf Abtreibung und Euthanasie" sowie den Versuch, die Ehe zwischen Mann und Frau "rechtlich gleichzustellen mit radikal anderen Formen der Verbindung" und betont weiter die Rolle der Familie als einem "der unverzichtbaren Gesellschaftsträger in der Verwirklichung einer Kultur des Friedens". 

Der Wortlaut der Botschaft des Papstes kann hier in den Sprachen 

deutsch --englisch -- 

französich -- italienisch --

 spanisch und arabisch gelesen werden. 

12/16/11

Weltfriedenstag 2012

Papst Benedikt XVI. hat seine diesjährige Botschaft zum Weltfriedenstag unter das Motto "Die Jungen Menschen zur Gerechtigkeit und zum Frieden erziehen" gestellt.

Es gehe darum, so der Papst, den jungen Menschen die Wertschätzung für die positive Bedeutung des Lebens zu vermitteln. Hier die Botschaft im Wortlaut.

48. Weltgebetstag für geistliche Berufungen

Der 4. Sonntag der Osterzeit - in diesem Jahr am 15. MAi 2011 - wird traditionell als Weltgebetstag um geistliche Berufungen begangen. Papst Benedikt XVI. stellt seine Botschaft in diesem Jahr unter das Motto "Die Berufungen in der Ortskirche fördern".

Er betont die Wichtigkeit, dass jede Ortskirche "immer empfänglicher und aufmerksamer für die Berufungspastoral werden, indem sie auf verschiedenen Ebenen, in der Familie, in der Pfarrei und in den Vereinigungen vor allem die Kinder und die Jugendlichen - wie es Jesus mit seinen Jüngern getan hat - dazu erzieht, eine echte und herzliche Freundschaft mit dem Herrn in der Pflege des persönlichen und liturgischen Gebets reifen zu lassen".

Die Botschaft des Papstes im Wortlaut: deutsch - englisch - polnisch

CCEE - Ein Brief an die katholischen Bischöfe Europas

In einem Brief an die katholischen Bischöfe Europas reflektiert der Präsident von CCEE Kardinal Peter Erdö - Erzbischof von Esztergom-Budapest und Primat von Ungarn - über die Rolle und die zukünftigen Herausforderungen der Organisation aus Anlass des 40 jährigen Jahrestages. Der Brief im Wortlaut in deutsch, englisch, französisch und italienisch.

Fastenbotschaft des Papstes 2011

Unter den Titel "Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begragen, mit ihm auch auferweckt" hat Papst Benedikt XVI. seine Botschaft zur Fastenzeit 2011 gestellt und markiert den Weg durch die Fastenzeit auf Ostern hin anhand einer Auslegung der Sonntagsevangelien. (mehr)

01/12/11

Botschaft zum Weltkrankentag 2011

Unter dem Motto "In seinen Wunden seid ihr geheilt" hat Papst Benedikt XVI. seine Botschaft zum XIX. Weltkrankentag veröffentlicht. Alljährlich wird dieser Tag am 11. Februar, dem Gedenktag der Heiligen Jungfrau von Lourdes weltweit gefeiert. Die Botschaft des Heiligen Vater kann hier in folgenden Sprachen gelesen werden: deutsch, englisch und polnisch.

10/18/10

Brief des Heiligen Vaters an die Seminaristen

In einem sehr persönlichen Brief an die Seminaristen hat Papst Benedikt XVI. die persönliche Beziehung des Priesters zu Gott in Jesus Christus als allerwichtigste Grundlage betont und ihnen seine Verbundenheit und Gebetsbegleitung  in diesen schwierigen Zeiten zugesagt. (more...)

10/13/10

Weltjugendtag 2011 Madrid

Vom 16.-21. August 2011 findet der Weltjugentag in Madrid statt. Er wird unter dem Motto "Verwurzelt in Jesus Christus und auf ihm gegründet, fest im Glauben" (Kol 2,7) stehen.

Weitere Informationen unter www.madrid11.de oder www.wjt.de  

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03/27/10

Audienz der NBK beim Heiligen Vater

Die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz waren am 25. März 2010 beim Heiligen Vater Papst Benedikt XVI. zur ABschlussaudienz des Ad Limina Besuches geladen. Bischof Arborelius, der Vorsitzende der Konferenz, betonte in seiner Ansprache an den Heiligen Vater die Dankbarkeit der nordischen Katholiken für die klare Haltung des Papstes zu ethischen Fragestellungen, sowie für seinen Einsatz für Einwanderer und Flüchtlinge. Die gesamte Rede des Vorsitzenden ist hier zu lesen.

In seiner Antwortrede an die Bischöfe betonte der Papst seine Freude und Dankbarkeit für den nordischne Familienkongress in Jönköping, der im Mai stattfinden wird. Er hob die besondere Aufgabe der Bischöfe hervor, für die Rechte und die Bildung der Familien einzutreten. weiter...

04/01/14

Predigten S.E. Kardinal Kurt Koch jetzt online!

Die Predigten, die Seine Emminenz Kardinal Kurt Koch - Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen - bei seinem Besuch in Lund gehalten hat, sind jetzt online auf englisch verfügbar. 

 

Es handelt sich um die Predigten in der feierlichen Messe in der Thomas von Aquin Kirche in Lund, in der auch die Weihe der Nordischen Länder an Maria vorgenommen wurde, um die Predigt bei der ökumenischen Vesper im Dom zu Lund und um die Predigt während der Sonntagsmesse bei den Dominikanerinnen in Rögle. 

03/26/14

Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz beschliessen ihre Frühjahrsvollversammlung

Dir Frühjahrsvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz im schwedischen Igelösa ist heute zuende gegangen. 

Die Bischöfe verabschiedeten eine Stellungnahme zur schwierigen Lage in der Ukraine,  in der sie ihrer Sorge um den Frieden und die Stabilität in der Ukraine Ausdruck verleihen. Sie warnen vor jeder Form von Gewalt und Aggression und fordern alle beteiligten Parteien auf, nach einer friedlichen Lösung des Konflikts zu suchen.

Die Pressemitteilung und die Stellungnahme können hier eingesehen werden. 

03/22/14

NBK feiert Gedächtnis an Papstbesuch vor 25 Jahren

Die Nordischen Bischöfe, die zur Zeit in Lund/Schweden zu ihrer Frühjahrsvollversammlung zusammengetreten sind, haben am heutigen Samstag des Besuches von Papst Johannes Paul II. vor 25 Jahren in den Nordischen Ländern gedacht. Aus diesem Anlass war hoher Besuch aus Rom angereist. Kurienkardinal Kurt Koch, der Präsident des päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen war aus Rom angereist, um mit den Bischöfen und einer grossen Anzahl von Gläubigen in der Thomas-von-Aquin-Kirche in Lund die Messe zu feiern. 

Papst Johannes Paul II, der am 27. April diesen Jahres heiliggesprochen wird, hatte bei seinem Besuch im Jahre 1989 in der Kathedrale in Reykjavik die Nordischen Länder und ihre Bewohner dem Schutz und der Fürsprache der Gottesmutter Maria anvertraut. Im Beisein von Kardinal Koch und dem apostolischen Nuntius Erzbischof Henryk Nowacki haben die Bischöfe diese Weihe an das unbefleckte Herz Mariens erneuert. 

Im Anschluss an die feierliche Messe fand eine ökumenische Vesper in der Domkirche in Lund unter Leitung von Kardinal Kurt Koch und der evangelischen Bischöfin von Lund und kommenden Erzbischöfin von Schweden statt. 

 

 

03/19/14

Plenarversammlung der COMECE Bischöfen in Brüssel (19.-21. März 2014):

Eröffnungsrede von Kardinal Marx

n den letzten Wochen haben uns Bilder mit dramatischen Szenen begleitet. Der Umbruch in der Ukraine hat nicht nur die Schlagzeilen dominiert und die Menschen in Europa in Beschlag genommen, sondern auch uns zutiefst bewegt. Zunächst die wochenlangen Proteste und das dramatische Ringen um die Hoheitsgewalt in Kiew und dann auch in den anderen Landesteilen, schließlich die völkerrechtswidrige russische Invasion auf der Krim, die Bestrebungen zur Abtrennung der Krim von der Ukraine und ihre Eingliederung in die Russische Föderation. Das alles kann uns aus verschiedenen Gründen nicht kalt lassen. (...) 

 

Dieses proeuropäische Engagement in der Ukraine und der Wille, zu einem politischen Europa zu gehören, fordern uns heraus, die wir bereits Mitglieder der Europäischen Union sind. Wie steht es um unseren Einsatz für Europa? Im Mai dieses Jahres stehen die Wahlen zum Europäischen Parlament an, und wir müssen erneut von einer schwachen Beteiligung der Wählerinnen und Wähler in Europa ausgehen. Es stellt sich die Frage, ob wir nicht etwas müde und faul geworden sind, uns um die politischen Belange Europas, um unsere eigenen politischen Belange zu kümmern. Die demokratische Bewegung in der Ukraine macht uns erneut deutlich, dass die Errungenschaften unseres freien und demokratischen Europas keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern der beständigen Unterstützung der Bürger und der Völker bedürfen. Die Evangelische und die Katholische Kirche in Deutschland haben vor einigen Jahren einen gemeinsamen Text veröffentlicht mit dem Titel „Demokratie braucht Tugenden“, der von den Bürgern Unterstützung für das Gemeinwesen einfordert. Auch die europäische Demokratie braucht Tugenden. Das sollten wir uns anlässlich der bevorstehenden Europawahl vergegenwärtigen. (...)

 

Vollständiger Text der Rede  in PDF

03/18/14

Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Lund

Vom 21.-26. März 2014 treffen sich die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz zu ihrer Frühjahrsvollversammlung in Lund (Schweden)  

Am Samstag, 22.3.14 feiern sie um 15h gemeinsam mit Kardinal Kurt Koch - dem Präsidenten des päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen - ein feierliches Hochamt in der Thomas-von-Aquin Kirche in Lund. 

Vor genau 25 Jahren hat  Papst Johannes Paul II. seinen Pastoralbesuch in den Nordischen Ländern gehalten und bei der Gelegenheit unsere Länder der Gottesmutter und Jungfrau Maria geweiht. Die Bischöfe werden gemeinsam mit Kardinal Koch und Nuntius Nowacki sowie zahlreichen Gläubigen diese Weihe erneuern. 

Im Anschluss an die Eucharistiefeier wird eine Prozession zur Domkirche von erfolgen. Hier findet dann um 17h ein ökumenisches Vespergebet unter der Leitung von Kardinal Koch und der evangelischen Erzbischöfin Electa Antje Jackelen statt. 

Das Weihegebet an das unbefleckte Herz Mariens kann hier als pdf Dokument geladen werden. 

Bischof Anders Arborelius zum Ratgeber des Bischöflichen Rates für die Laien ernannt

Papst Franziskus hat den Vorsitzenden der Nordischen Bischofskonferenz und Bischof von Stockholm - Anders Arborelius OCD - zum Ratgeber für den päpstlichen Rat für die Laien ernannt.

Der päpstliche Rat für die Laien berät den Papst in Fragen bezgl. der Rolle der Laien im Leben und Sendung der Kirche. Er wurde nach dem 2. Vat. Konzil von Papst Paul VI. im Jahr 1967 eingerichtet und bekam seine jetztige Form unter Papst Johannes Paul II im Jahre 1988. Der Rat wird vom polnischen Kardinal Stanislaw Rylko geleitet. 

Weitere Informationen hier. 

 

 

Fastenbotschaft des Papstes

Papst Franziskus hat seine diesjährige Fastenbotschaft unter das Thema "Er wurde arm, um uns durch seine Armut reich zu machen" (vgl. 2 Kor. 8,9) gestellt. 

„Der Zweck des Armwerdens Jesu besteht nicht in der Armut an sich, sondern – wie der heilige Paulus sagt – darin, ‚euch durch seine Armut reich zu machen‘. Dabei handelt es sich nicht etwa um ein Wortspiel oder um einen effekthascherischen Ausdruck! Diese Worte bringen die Logik Gottes auf den Punkt, die Logik der Liebe, die Logik der Menschwerdung und des Kreuzes. Gott hat das Heil nicht von oben auf uns herabfallen lassen, wie das Almosen dessen, der einen Teil des eigenen Überflusses mit mitleidiger Geste hergibt. Die Liebe Christi ist nicht solcher Art!“ Darauf weist Papst Franziskus in seiner Botschaft zur kommenden Fastenzeit hin. Das Thema „Armut“ wird immer wieder als ein Grundthema diese Pontifikates genannt. Franziskus geht in seiner Botschaft auf zwei Aspekte der Armut ein: die unfreiwillige materielle oder sonstige Armut von Menschen wie auch die christliche Armut im Sinne des bewussten Armseins vor Gott.

Die Fastenbotschaft des Papstes in voller Länge kann hier angeschaut werden.

Ausserdem gibt es den Text auch in den folgenden Sprachen: Italienisch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch und Polnisch.

Familien in Beit Jala bedürfen dringend der Unterstützung

Vor dem Beginn der Anhörunzum Cremisan-Tal vor dem Obersten Gerichtshof in Israel

rufen Bischöfe zum Gebet auf und fordern internationalen Druck

 

Wir Bischöfe der Koordinationsgruppe zur Unterstützung der Kirche im Heiligen Land fordern, im Cremisan-Tal Gerechtigkeit walten zu lassen. Israels Pläne zum Bau einer Sicherheitsmauer auf dem Land von 58 christlichen Familien sollten fallengelassen werden. Bei unserer Begegnung mit einigen Familien aus Beit Jala während unseres jüngsten Besuches im Heiligen Land erfuhren wir von ihrem Schmerz und ihrer Angst angesichts des drohenden Verlustes ihres Landes und ihrer Existenzgrundlage, da die geplante Sicherheitsmauer ihre Weinberge, Olivenhaine und Obstplantagen zerstört und ihnen den Zugang zu ihrem Land versperrt.

Wir erkennen das Recht des Staates Israel auf Sicherheit und Grenzen an. Doch der geplante verlauf der Sicherheitsmauer weicht stark von der Grünen Linie ab, der international anerkannten Demarkationslinie, die Israel und die im Sechstagekrieg von 1967 eroberten Gebiete trennt. Mehr als drei Viertel des geplanten Mauerverlaufs liegen ausserhalb der Grünen Linie, was nach einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs rechtswidrig ist und eine eklatante Verletzung der Genfer Konvention und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte darstellt.

Wir appelieren an unsere Regierungen, Israle zur Einhaltung des Völkerrechts aufzufordern. Vor allem sollte Israel die Existenzgrundlage dieser Familien respektieren, und die Menschen in der Gemeinde Beit Jala (in Bethlehem) sollten vor weiteren Enteignungen ihres Landes und ihrer Häuser durch Israel geschützt werden. Es handelt sich hier um eine Angelegenheit von höchster Dringlichkeit, da die Anhörung des israelischen Obersten Gerichtshofs zum Bau einer Sicherheitsmauer im Cremisan-Tal und zur Forderung der Familien nach Schutz ihres Landes am 29. Januar 2014 beginnt.

Unsere schon wiederholt geäusserte Sorge ist, dass diese geplante Sicherheitsmauer eher der Konsolidierung der Siedlungsgebiete dienen und Bethlehem dauerhaft von Jerusalem abtrennen soll. Dieser Plan ist nur ein kleines Beispiel für die tragische Situation im Heiligen Land. Er schürt Unmut und Misstrauen und lässt die Aussicht auf eine dringend notwendige Lösung sinken.

Unsere Gebete gelten den Menschen in Beit Jala, die Gerechtigkeit suchen. Unsere Gebete schliessen auch all jene ein, die sich für einen gerechten Frieden im Heiligen Land einsetzen. 

 

Bischöfe der Koordinationsgruppe für das Heilige Land: 

Erzbischof Stephen Brislin, Südafrika

Bischof Pierre Bürcher, Skandinavien

Bischof William Crean, Irland

Bischof Michel Dubost, Frankreich

Erzbischof Paul-Andre Durocher, Kanada

Erzbischof Patrick Kelley, England und Wales

Bischof William Kenney, England und Wales

Bischof Declan Lang, England und Wales

Bischof Denis Nulty, Irland

Bischof Richard Pates, USA

Weihbischof Thomas Renz, Deutschland

Bischof Janusz Stepnowski, Polen

Erzbischof Joan Enric Vives, Spanien

   

 

 

 

 

01/15/14

Unterstützung der Christen im Heiligen Land

Das 14. „Internationale Bischofstreffen zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land“ ist heute zu Ende gegangen. Seit vergangenem Samstag haben sich Bischöfe aus zehn Nationen über die aktuelle Lage im Nahen Osten informiert und die Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern zum Schwerpunkt ihrer Beratungen gemacht. Als Vertreter der Nordischen Bischofskonferenz nahm Bischof Peter Bürcher (Bischof von Reykjavik)an dem Treffen teil. 


In ihrem Schlusskommunique appellieren die Bischöfe an die politischen Führer, "die humanitäre Lage der Menschen in Gaza durch den Zugang zu den Grundbedürfnissen für ein menschwürdiges Leben ... zu verbessern und sicherzustellen." 

Die Abschlusserklärung der Koordinationsgruppe im Wortlaut. 

09/18/13

Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz beendet

09/18/13

Tromsø, Norwegen - 13.-18. September 2013

Die Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz ist heute - am 18. September 2013 - zuende gegangen. Die Bischöfe waren Gäste der St. Elisabeth-Schwestern in Tromsø, dem nördlichsten Bistum der Konferenz. Der Apostolische Nuntius - Erzbischof Henryk Józef Nowacki - war ebenfalls anwesend. Die Bischofskonferenz erfreuten sich auch der Gastfreundschaft des Landeshauptmanns von Troms - Svein Ludvigsen - und empfingen den lutherischen Bischof Per Oskar Kjølaas mit seiner Frau sowie den lutherischen Pfarrer der Domkirche von Tromsø Kjell Y. Riise. 

Die Bischöfe zeigen sich besorgt über die Situation in Syrien und beteten zu verschiedenen Anlässen für die vielen leidenen Menschen in den Kriegsgebieten. Als Zeichen der Solidarität führten sie einen Gebetstag für die verfolgten Christen in ihren Diözesen ein - am 26. Dezember, dem Fest des Hl. Stephanus, des ersten Märtyrers der Christenheit. 

Ein wichtiges Thema, das die Konferenz behandelte war die Gründung eines theologischen Netztwerkes in den nordischen Ländern. Hintergrund sind die vielen Konversionen evangelischer Theologen zur katholischen Kirche. Die Fakultäten in Uppsala und Oslo bieten bereits ein breites Spektrum an katholischen Fachbereichen an. Die Theologen planen, auf längere Sicht eine Katholische Akademie in den Nordischen Ländern zu gründen - in Kooperation mit der Bischofskonferenz und der Bildungskongregation in Rom, die den Plänen sehr positiv gegenüber steht. 

Die Katholiken in den Nordischen Ländern haben über viele Jahre hindurch die grosszügige Unterstützung der deutschen Katholiken erfahren dürfen. Daher wurde der Besuch des Generalsekretärs des Bonifatiuswerkes sehr begrüsst. Aus diesem Anlass wurden erneut die Bedürfnisse der schnell wachsenden Kirche im Norden diskutiert. In den vergangenen Jahren hat sich in einigen Diözesen die Zahl der Katholiken verdreifacht, was viele neue Herausforderungen an die Pastoral, besonders an die Betreuung der Pfarreien und den Neubau von Kirchen angeht. Das Bonifatiuswerk hat in den vergangenen Jahren ein Praktikantenprojekt auf den Weg gebracht, um jungen Leuten aus Deutschland die Möglichkeit zu geben, das kirchliche Leben in der Diaspora des Nordens kennenzulernen. Ein nächster Schritt wird sein, Möglichkeiten zu sondieren, ob auch junge Menschen aus dem Norden ein Praktikum in deutschen Gemeinden machen können. 

Ein weiterer Gast der Vollversammlung war der Generalsekretär des päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung - Father Timothy Barret Lehane - der zeitgleich zur Vollversammlung ein Treffen mit den Nationaldirektoren der päpstlichen Missionswerke in den nordischen Ländern organisiert hatte. 

Pressemitteilung hier

Pontifikalamt in der Domkirche und Enthüllung einer "Svalbard" (Spitzbergen) Gedächtnistafel

Am heutigen Sonntag feierten die Bischöfe der NBK ein Pontifikalamt in der Domkirche "Unsere Liebe Frau" in Tromsø. 

Im Anschluss an den Gottesdienst, wurde vor der Kirche eine Gedächtnistafel enthüllt. Sie erinnert an die Errichtung einer neuen Mission auf der Inselgruppe Spitzbergen unter Papst Pius X., deren Verwaltung dem norwegischen apostolischen Vikar anvertraut wurde. Im späteren sog. Spitzbergenvertrag wurde die Inselgruppe unter die volle Souveränität des Königreichs Norwegen gestellt. 

 

09/14/13

Reliquien des Hl. Olaf an den Karmel in Tromsø übergeben

Im Rahmen einer Eucharistiefeier im Karmel "Totus Tuus" - dem nördlichsten Karmel der Welt - hat Bischof Bernt Eidsvig in Anwesenheit der Bischöfe aus Schweden, Finnland und Island den Karmelitinnen eine Reliquie des Hl. Olav überreicht. 

Der hl. Olav wurde im Jahre 995 westlich des Oslofjords in Norwegen geboren und starbe am 29. Juli 1030 im Gebiet Stiklestad bei Levanger in Norwegen. 

Schon Ende des 11. Jahrhunderts, nicht lange nach Olafs Tod, wurde ihm zu Ehren die Kathedrale von Trondheim errichtet, der Sitz norwegischer Erzbischöfe. Seine über Jahrhunderte andauernde Wirkung für das Land und seinen Glauben ist darin augenfällig versinnbildlicht. Während seiner Regenschaft als König war Olaf dabei so sehr von missionarischem Eifer geprägt, dass er keine Kompromisse zu dulden vermochte.

Kennengelernt hatte Olaf das Christentum seinerseits in Diensten des englischen Königs Ethelred II. Schon frühzeitig verband sich bei ihm die Leidenschaft für die christliche Religion mit einem überaus hohen persönlichen Sendungsbewusstsein. Frühzeitig, so heißt es in den Überlieferungen, habe Olaf Visionen gehabt, die ihm seinen Weg auf den Königsthron voraussagten. Im Jahr 1015 wurde er in der Normandie getauft, kurz darauf gelang es ihm, seine Wegbegleiter und wichtige christliche Amtsträger zu vereinen und den langen Weg hin zu königlichem Ruhm in ganz Norwegen anzutreten. Schon 1016 leitete er selbst als Monarch  die Reichseinigung in die Wege und richtete kirchliche Strukturen ein.

Den Strukturen folgten schließlich aber auch ein lebendiges Glaubensleben und die Errichtung zahlreicher Kirchen. Im Umgang mit Gegnern, die heidnischen Kulten nacheiferten, erwies sich Olaf als hart und unnachgiebig. Sein Ziel blieb eine christlich geprägte Gesellschaft mit möglichst vielen Rechten für die Vertreter seiner Kirche. Während der Zeit seiner Herrschaft heiratete Olaf Astrid, die Tochter des Königs von Schweden. Wähnte er sich nicht zuletzt durch diese Verbindung auf dem Höhepunkt seiner Macht, so begannen im Folgenden die Konflikte im Inneren wie im Äußeren. Sowohl vom dänischen König Knud als auch von zahlreichen Gegnern seiner Reformen wurde Olaf so massiv unter Druck gesetzt, dass er im Jahr 1029 fliehen und Norwegen verlassen musste. Eine Zeitlang kam er bei seinem Schwager in Kiev unter.

Im Jahr 1030 zog Olaf noch einmal in die Schlacht nach Trondheim, um sein Reich zurückzuerobern. In dieser Schlacht fiel er. Schon bald danach begann die Verehrung Olafs, befördert nicht zuletzt durch die im Volk weit verbreitete Enttäuschung über Knuds rigide Art zu regieren und dessen politische Misserfolge. Im Sommer 1031 wurden die Gebeine Olafs in die Clemenskirche in Trondheim überführt. Im darauffolgenden Jahrhundert wurden Leidens- und Wundergeschichten rund um das Leben und Sterben Olafs verbreitet.

Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Tromsø - 13.-18. September 2013

Die Nordische Bischofskonferenz (NBK) tritt in diesen Tagen zu ihrer Herbstvollversammlung in Tromsø (Nord-Norwegen) zusammen. Die Bischöfe aus Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und Island werden vom 13.-18. September in der Nordnorwegischen Stadt Tromsø sein, auch der apostolische Nuntius für Skanidnavien - Erzbischof Henryk Nowacki - wird an den Beratungen teilnehmen.

Jahrestreffen der Generalsekretäre der europäischen Bischofskonferenzen, Warschau

„Fürchte dich nicht! Das Evangelium ist nicht gegen dich, sondern ist auf deiner Seite! Im Evangelium, das Jesus ist, wirst du die feste und dauerhafte Hoffnung finden, nach der du dich sehnst. Sei gewiß! Das Evangelium der Hoffnung bereitet keine Enttäuschung!“ (Ecclesia in Europa, 121). Mit dieser Hoffnungsbotschaft des seligen Johannes Paul II endete das 41. Treffen der Generalsekretäre der Bischofskonferenzen Europas, die vom 27.-30. Juni auf Einladung des Präsidenten der Polnischen Bischofskonferenz und Vizepräsidenten des CCEE Mgr. Józef Michalik sowie des Generalsekretärs der Polnischen Bischofskonferenz, Bischof Wojciech Polak, in Warschau tagten. Schwerpunktthema der diesjährigen Begegnung war die Neuevangelisierung zehn Jahre nach dem nachsynodalen apostolischen Schreiben „Ecclesia in Europa“ im Jahr des Glaubens. (weiter...)

Johannes Gijsen emeritierter Bischof von Reykjavík ist gestorben

S. Exz. Johannes Gijsen, der mehrere Jahre als katholischer Bischof von Reykjavík amtierte, ist in Holland am Montag, d. 24. Juni 2013, am Hochfest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers gestorben.

Bischof Johannes wurde am 7. Oktober 1932 in Oeffelt in Holland geboren. Er machte das Priesterstudium in Holland und nach der Weihe als Priester war er dort Kaplan in einer grossen Gemeinde. Danach studierte er Geschichte und Theologie, besonders jedoch Kirchengeschichte und unterrichtete gleichzeitig an beiden Stufen des Priesterseminars der Diözese Roermond. 

Er bereitete sich schon auf das Amt eines Professors in Deutschland als Papst Paul VI. ihn als Bischof von Roermond ernannte. Dort amtierte Bischof Johannes in den Jahren 1972-1993. Die nächsten zwei Jahre war er krank aber nachdem seine Gesundheit wieder gut geworden war, hat Papst Johannes Paul II. ihn am 13. Oktober 1995 als Administrator der Diözese Reykjavík, der einzigen katholischen Diözese in Island berufen. Er wurde dann als Bischof von Reykjavík am 24. Mai 1996 ernannt. Dieses Amt hatte er inne bis zum 30. Oktober 2007. Die letzten Jahre wohnte Bischof Johannes Gijsen in der Stadt Sittard in Holland, wo er nach schwerer Krankheit am 24. Juni 2013 starb.

Der Beerdigungsgottesdienst vom em. Bischof Johannes Gijsen findet am Samstag 29. Juni 2013, am Hochfest der Heiligen Apostel Petrus und Paulus, um 10.30 Uhr im Dom zu Roermond, Holland, statt.

In der Christ-Königskathedrale von Reykjavik werden am kommenden Sonntag 30. Juni 2013 zwei Gedenkgottesdienste für den em. Bischof Johannes Gijsen um 10.30 und 18.00 gefeiert.

R.I.P.

Die Feier der Eucharistie in grossen Räumen

Sr. Anna Mirijam Kaschner, cps - Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz - sprach auf dem Eucharistischen Kongress in Köln über die Herausforderungen, die sich für die Kirche in der Diaspora stellen. 

Gemeinsam mit Bischof Franz Josef Bode (Osnabrück) und Professer P.Dr. Stephan Oister (Benediktbeuren) nahm sie an einer Podiumsdiskussion teil. 

Unter dem folgenden link kann die Sendung nachgehört werden.: http://www.domradio.de/radio/sendungen/kopfhoerer/podiumsdiskussion-4 

Aufruf zum Gebet für die Bevölkerung in Syrien

Die nordischen Bischöfe beten für die Bevölkerung Syriens

Der Vorsitzende der NBK, Bischof Anders Arborelius OCD von Stockholm, hat im Namen der katholischen Bischöfe von Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island die folgende Erklärung abgegeben:

Die Situation in Syrien wird immer chaotischer und die Kämpfe treffen weiterhin die unschuldige Zivilbevölkerung. Kürzlich wurden zwei orthodoxe Erzbischöfe entführt und ihr Chauffeur getötet. Die Christen sind besonders betroffen und viele verlassen das Land. Wir, die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz, fordern deshalb alle Gläubigen in den nordischen Ländern dazu auf, um Frieden und Gerechtigkeit in Syrien zu beten und alles zu tun was möglich ist, um den Notleidenden in Syrien und denen, die gezwungen sind, in andere Länder zu flüchten, zu helfen. Ein Teil dieser Flüchtlinge ist schon in unseren Ländern angekommen und es ist wichtig, dass wir sie mit offenen Armen empfangen. Wir fühlen mit der syrischen Bevölkerung und bitten Gott um seine Hilfe.

+ Anders Arborelius ocd 

Kirche im Aufbruch

 

Der Generalvorstand des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken besucht in diesen Tagen Schweden. Das 12-köpfige Entscheidungsgremium für die Vergabe der Mittel des Spendenhilfswerkes informiert sich dort unter der Leitung seines Präsidenten Georg Freiherr von und zu Brenken über die Situation der katholischen Kirche und begutachtet Projekte. Die katholischen Christen in Schweden leben ihren Glauben in einer extremen Minderheitensituation, sprich in der Diaspora. 1,5 Prozent, rund 104.000 Einwohner, des skandinavischen Landes sind offiziell als katholisch registriert. Unterstützung in dieser schwierigen Situation erfahren sie durch das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken. Allein in den letzten fünf Jahren konnte das Hilfswerk Spendenmittel in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro für Projekte der katholischen Kirche in Schweden weitergeben. 

 

Der katholische Bischof von Schweden, Anders Arborelius, verwies bei einem Treffen mit dem Generalvorstand auf die großen Herausforderungen der stetig wachsenden katholischen Kirche in dem skandinavischen Land. Aufgrund zahlreicher Arbeitsmigranten und Flüchtlinge, die aus aller Welt nach Schweden kommen, nehme die Zahl der katholischen Christen kontinuierlich zu. Eine der Hauptaufgaben sei deshalb, die in Schweden eintreffenden katholischen Christen zu empfangen und ihnen einen Ort der Beheimatung anzubieten. Die Integration der hinzukommenden Katholiken in die Kirche vor Ort gestalte sich jedoch nicht immer einfach, so Bischof Arborelius. Viele nationale Gruppen grenzten sich ab, so dass die Bildung einer einheitlichen katholischen Kirche in Schweden mit einer eigenen Identität, in der Katholiken aus vielen Nationen zusammenwirken, nur schwer zu verwirklichen sei. Gleichzeitig muss die finanzschwache Kirche die katholische Infrastruktur zügig ausbauen, zum Beispiel Kirchen kaufen und Kirchen bauen, um die wachsenden Gemeinden auch auf Dauer beheimaten zu können. Hier bedankte sich Bischof Arborelius für die Hilfe aus Deutschland. Ohne die Spenden, die das Bonifatiuswerk in Deutschland für die Kirche in Schweden sammelt, könnten diese Herauforderungen nicht bewältigt werden.

 

Der Präsident des Bonifatiuswerkes, Georg Freiherr von und zu Brenken, zeigte sich erfreut über die Aufbruchstimmung in der katholischen Kirche in Schweden. „Es ist ein ermutigendes Zeichen gerade auch für katholische Christen aus Deutschland, eine Kirche im Wachsen erleben zu dürfen. Es ist großartig zu sehen, wie die langjährige Unterstützung durch das Bonifatiuswerk in Schweden Früchte trägt“, sagte er in Stockholm. „Wir als Bonifatiuswerk können die Katholiken in Deutschland deshalb nur ermutigen, den lebendigen Austausch mit der Kirche hier in Schweden zu suchen und sich zu fragen, was können wir von der Diaspora-Kirche in Nordeuropa lernen.“ Das Bonifatiuswerk wolle weiterhin die Kirche in Schweden darin unterstützen, Glaubensorte für die wachsenden Gemeinden zu schaffen und neue Möglichkeiten der Glaubensvertiefung anzubieten, so Freiherr von und zu Brenken.

 

Bei der Besichtigung des Newman-Instituts in Uppsala, der seit der Reformation ersten staatlich anerkannten katholischen Hochschule in Nordeuropa, betonte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, die gesellschaftliche Bedeutung der katholischen Kirche in Schweden. „Obwohl die katholische Kirche hier nur so klein ist, wirkt sie deutlich wahrnehmbar in die Gesellschaft. Hier in Schweden zeigt sich, die katholische Kirche wird gehört und strahlt aus in die Gesellschaft“, so Monsignore Austen. 

 

Neben den Begegnungen mit Bischof Anders Arborelius und dem neuen Nuntius für Nordeuropa, Erzbischof Henryk Józef Nowacki, besucht der Generalvorstand, der vom 25. bis 28. April in Schweden ist, die Kirchengemeinden St. Nikolei in Linköping, St. Eugenia sowie die Domgemeinde in Stockholm. In Södertälje treffen sie mit Vertretern der mit der katholischen Kirche unierten chaldäischen Christen zusammen, die in großer Zahl aus dem Irak nach Schweden geflohen sind. In Uppsala informiert sich der Generalvorstand über die Arbeit der von Jesuiten betriebenen katholischen Hochschule Newman-Institut, die seit 2010 staatlich anerkannt ist. In Vadstena besucht der Generalvorstand des Bonifatiuswerk die Abtei der Birgitten und in Djursholm das Kloster der Birgittenschwestern. 

 

In Schweden dominiert die evangelisch-lutherische Kirche, die bis 1999 Staatskirche war. Seit 1951 haben alle Einwohner das Recht, ihre Religion frei auszuüben. Die katholische Diözese Stockholm umfasst ganz Schweden. Auf einer Fläche von 450.000 Quadratkilometer leben unter den 9,5 Millionen Einwohnern rund 104.000 registrierte Katholiken. Weitere geschätzte 60.000 Katholiken haben sich nicht mit ihrer Konfession staatlich registrieren lassen. In 44 Pfarreien sind 158 Priester tätig. Mit dem Karmeliten Anders Arborelius OCD wurde 1998 der erste Schwede seit der Reformation Bischof von Stockholm.

Die Nordische Bischofskonferenz zu Gast im Stift Heiligenkreuz im Wienerwald

Frühjahrsvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz im Stift Heiligenkreuz zuende gegangen

Nordische Bischofskonferenz tagte in Heiligenkreuz.

Die katholische Kirche in den Skandinavien wächst, und auch die Zahl der einheimischen Priester steigt: Wie es im Kommunique zu der am Mittwoch in Stift Heiligenkreuz zu Ende gegangenen Frühjahrsvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz heißt, gebe es bereits 60 junge Männer aus der Region, die sich in den Seminaren außerhalb Skandinaviens auf den Priesterberufe vorbereiteten. Viele von ihnen seien Konvertiten aus den lutherischen Landeskirchen.

Nach vorsichtigen Schätzungen gibt es derzeit in den sieben Diözesen Dänemarks, Schwedens, Finnlands, Norwegens und Islands rund 500.000 Katholiken. Die Zahl steigt schnell; der Trend ist damit gegenläufig zu dem im Rest Europas. Gründe dafür sind Einwanderung, steigende Flüchtlingszahlen, Übertritte sowie eine hohe Zahl an Taufen. Laut Kommunique ging es bei der Vollversammlung u.a. um die Approbation der Statuten für die Seminarrektoren. In dem Text betonen die Bischöfe auch ihren Dank gegenüber Papst Benedikt XVI. und Segenswünsche für seinen Nachfolger Franziskus. Die Nordische Bischofskonferenz tagte bis Mittwoch in der Hochschule Heiligenkreuz.

 

Der ausführliche Pressebericht kann hier eingesehen werden. 

"...empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria."

Bischof Peter Bürcher - Bischof von Reykjavik - schreibt über seine Gedanken zum dritten Artikel des apostolischen Glaubensbekenntnisses. 

Liebe Schwestern und Brüder,

Was heisst "ich glaube an"? Glauben an, hier an Jesus Christus, bedeutet auch „sich vertrauen auf“, „sich verlassen auf“, „sich einlassen auf“, „ich gebe ihm und seinem Wort felsenfesten Kredit“. Das muss ich also nicht verwechseln mit „ich glaube, dass...“, was soviel heisst wie „ich vermute, dass“ oder „ich meine, dass“, „ich weiss nicht sicher, ob“. Nein, es geht hier um meinen sicheren Glauben an Jesus Christus. Und zwar im Sinne des Gebetes "Herr, ich glaube aber vermehre meinen Glauben!" (... weiter). 

 

11/19/12

Glaubensbekenntnis Teil II - von Bischof Anders Arborelius OCD

"Ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn."

Wir können nicht über den Vater sprechen ohne den Sohn zu nennen und wir können nicht über den Sohn sprechen, ohne den Vater zu nennen. Ihre gegenseitige Liebe ist das absolute Zentrum des Seins. Der Sohn wird außerhalb von Zeit und Raum vom Vater geboren. Als der Sohn Mensch wurde in Jesus Christus aus dem jungfräulichen Schoss Mariens bekamen wir einen Schimmer des Vaters zu sehen. Als Jesus lehrte, sprach er immer von seinem Vater, der auch unser Vater ist. Der Weg zum Vater geht immer durch Jesus hindurch. In ihm kommt Gott uns ganz nah. Das Ziel unseres Lebens ist es, ihn kennenzulernen und ihm nahe zu kommen, so dass er uns erlösen und uns zu dem zu machen, was wir in Wirklichkeit sind – die geliebten Kinder des Vaters. (weiter...)

Zur Eröffnung des "Jahres des Glaubens" wendet sich der Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz in einer Videobotschaft an die Gläubigen in den Nordischen Ländern.

Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz beendet

Die Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz wurde heute in Reykjavik beendet. 

Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Jahr des Glaubens, das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat. Die Mitglieder der NBK feierten zur Vorbereitung einen festlichen Gottesdienst am 16. September in der Christkönig Kathedrale in Reykjavik. 

Unter anderem verfassten die Bischöfe einen Friedensappell für den Mittleren Osten. Der Text lautet: 

 

Friedensapell der NBK 

 

 

"Warum so viele Greuel? Warum so viele Tote?" Die Worte von Papst Benedikt XVI. während seines Besuches im Libanon so nahe an Syrien, um Vergebung und Versöhnung zu fördern, haben so viele Herzen, einschließlich der unsrigen berührt. Seine mutigen Initiativen für den Frieden sollten nun Früchte tragen können.

 

Den "Zustand der Verzweiflung" aller immer zahlreicher werdenden Opfer anklagend, appellieren auch wir an die Verantwortlichen der Nationen und der internationalen Organisationen zu veranlassen, dass die Kämpfe in Syrien sofort und endgültig eingestellt werden. Die Konfliktparteien sollen ermutigt werden, einen effektiven und sinnvollen Dialog der Versöhnung aufzunehmen.

Unsere Solidarität und unser Gebet für eine sehr nahe friedliche und bessere Zukunft im gesamten Nahen Osten verbinden uns mit allen Menschen guten Willens von welcher Religion sie auch sind. 

 

Bischof Anders Arborelius, Stockholm

Bischof Czeslaw Kozon, Kopenhagen

Bischof Bernt Eidsvig, Oslo

Bischof Berislav Grgic, Tromsø

Bischof Teemu Sippo, Helsinki

Bischof Peter Bürcher, Reykjavik

Bischof Gerhard Schwenzer, em Oslo

 

Hier die offizielle Pressemitteilung.

09/18/12

Die Nordische Bischofskonferenz zu Gast beim isländischen Präsidenten

Die Mitglieder der Nordische Bischofskonferenz, die derzeit in Island zu ihrer Herbstvollversammlung zusammengetreten sind, waren heute zum Empfng beim isländischen Präsidenten - Ólafur Ragnar Grímsson - zum Empfang geladen. Der Präsident zeigte sich in dem einstündigen Gespräch sehr interessiert an der Situation der katholischen Kirche in den Nordischen Ländern.

Bischöfe auf den Spuren des Glaubens in Island

Die Bischöfe am Gedenkstein an der Hinrichtungsstätte des letzten katholischen Bischofs von Reykjavik vor der Reformation.

Die Mitglieder der Nordischen Bischofskonferenz haben gestern eine Wallfahrt auf den Spuren der katholischen Kirche in Island unternommen. Sie fuhren u.a. auch nach Skálholt, einem historisch sehr wichtigen Ort in der Geschichte der katholischen Kirche Islands. 

Der Ort ist trotz seiner geringen Größe von bemerkenswerter Bedeutung für die Geschichte des Landes, war er doch seit dem Mittelalter der wichtigste Bischofssitz von Island (gegründet 1056). Damit hatte Skálholt als kulturelles und politisches Zentrum über viele Jahrhunderte ähnliches Gewicht wie Þingvellir

1550 wurden hier der letzte katholische Bischof Islands vor der Reformation, Jón Arason, und seine Söhne hingerichtet. Im Jahre 1801 wurde der Bischofssitz nach Reykjavik verlegt. Hier gibt es nun eine lutherische Bischöfin und zwei Weihbischöfe. Der katholische Bischof von Reykjavik - Peter Bürcher - ist für ganz Island verantwortlich.

 

Herbstvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Reykjavik, Island eröffnet

Die Herbstvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz (NBK) ist in Reykjavik auf Island zusammengetreten. 

5 Tage werden die Bischöfe aus den Ländern Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen und Island beraten. Themen auf der Tagesordnung sind u.a. das Jahr des Glaubens, die ökumenischen Beziehungen und die Priesterausbildung.

Bischof Anders Arborelius, Vorsitzender der NBK, betonte in seinem Eröffnungsvortrag die Notwendigkeit der Neuevangelisierung gerade auch in unseren säkularisierten nordischen Ländern. 

Auch die Bischofssynode wird diese Thema eingehend behandeln. Bischof Grgic aus Tromsø wird als Vertreter der NBK daran teilnehmen. 

Bischof Arborelius drückte die Hoffnung aus, dass der gemeinsame Austausch in diesen Tagen helfen kann, in Gespräch und Dialog konkrete Schritte für das Jahr des Glaubens zu planen, um den Glauben wieder neu zu entdecken. 

 

Die Nordischen Bischöfe bereiten sich auf das Jahr des Glaubens vor

Heute ging die Frühjahrsvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz, die vom 08.-14. März auf Magleås bei Kopenhagen tagte, zuende. 

Das Jahr des Glaubens, das Papst Benedikt XVI. für die Weltkirche ausgerufen hat, war ein Schwerpunktthema der Konferenz. 

Weitere Themen waren die Richtlinien gegen sexuellen Missbrauch Minderjähriger und die ökumenische Zusammenarbeit mit der lutherischen Kirche im Hinblick auf das Lutherjubiläum im Jahr 2017. (weiter .... )

 

Altbischof Hans Ludvig Martensen SJ gestorben

Heute am 13. März 2012 ist unser Altbischof 

 

Hans Ludvig Martensen SJ

 

im Pflegeheim der Josefschwestern in Kopenhagen, gestärkt mit den Sakramenten der Kirche im Alter von 84 Jahren gestorben. 

 

Bischof Martensen wurde am 07. August 1927 in Ordrup bei Kopenhagen geboren. Im Jahre 1949 ist er in die Gesellschaft Jesu eingetreten und am 15. August 1956 in Kopenhagen zum Priester geweiht worden. 

 

Nach Studien der dänischen Literatur und der Religionswissenschaft an der Universität Kopenhagen wurde er zum Weiterstudium an die päpstliche Universität Gregoriana gesandt. 

Während der Arbeit an seiner Dissertation über Martin Luther ist am 22. März 1965 zum Bischof von Kopenhagen ernannt worden und empfing am 16. Mai desselben Jahres von seinem Vorgänger Bischof Theodor Suhr die Bischofsweihe. Bischof Martensen war viele Jahre Mitglied des römischen Einheitsrates und Co-Vorsitzender des katholisch-lutherischen Dialogforums. 

 

Am 22. März 1995 ist Bischof Martensen von der Leitung der Diözese Kopenhagen zurückgetreten. Er lebte seitdem in der Jesuitenkommunität an der Herz-Jesu-Kirche in Kopenhagen. 

Im Dezember 2011 ist er wegen angeschlagener Gesundheit in das Pflegeheim der Josefschwestern in Kopenhagen übersiedelt. 

 

Ich empfehle meinen Vorgänger Ihrem Gebet. 

 

Die Beisetzungsfeierlichkeiten finden am Samstag, den 17. März 2012 um 12.00 Uhr im Sankt-Ansgar-Dom zu Kopenhagen statt. 

Bischöfe und Priester, die bei der Beisetzung konzelebrieren möchten, werden gebeten, Albe und violette Stola mitzubringen. Die Bischöfe mögen auch die Mitra Simplex mitbringen. Nichtkonzelebranten können in Chorkleidung teilnehmen. 

Für Übernachtung kann gesorgt werden. Ich bitte darum,  eine Mitteilung über eine eventuelle Teilnahme an das bischöfliche Sekretariat z.H. Frau Nina Aubertin, email: NA@katolsk.dk zu senden.

 

Kopenhagen, den 13. März 2012 

 

+Czeslaw Kozon

Bischof von Kopenhagen 

03/07/12

Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Kopenhagen

Vom 08.-14. März 2012 findet die Frühjahrsvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Kopenhagen statt. 

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem das "Jahr des Glaubens", das Papst Benedikt XVI. ausgerufen hat und die entsprechenden Initiativen, sowie gemeinsame Richtlinien für die Priesterausbildung.

Im Laufe der Vollversammlung wird auch ein Treffen mit den lutherischen Bischöfen aus allen 5 Ländern der NBK stattfinden. 

Am Sonntag, den 11. März um 10.30h feiern die Bischöfe in der Herz-Jesu-Kirche, Stenosgade 4 in Kopenhagen das Hochamt. Alle sind herzliche eingeladen! 

Symposium Afrika Europa

 

Das Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) und der Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) haben unter der Schirmherrschaft der Kongregation für die Evangelisierung der Völker und in Zusammenarbeit mit verschiedenen “solidarischen Organisationen” ein Symposium veranstaltet, das vom 10. bis 13. November 2004 unter dem Motto “ Gemeinschaft und Solidarität zwischen Afrika und Europa” 50 afrikanische Bischöfe und 50 europäische Bischöfe in Rom zusammen geführt hat. Es werden Wege gesucht, um die dort begonnene Arbeit auch in Zukunft fortzusetzen. Das Schlussdokument im Wortlaut.

 

Abschlusskommuniqué des internationalen Bischofstreffens zur Unterstützung der Kirche im Heiligen Land

Wir Bischöfe der Koordinationsgruppe zur Unterstützung der Kirche im Heiligen Land treffen uns seit 1998 im Heiligen Land, um unsere Solidarität mit der örtlichen christlichen Gemeinschaft zu zeigen und am pastoralen Leben der Ortskirche teilzuhaben. Der Glaube, den wir bei den Christen im Heiligen Land erleben, inspiriert alle, aber wir hören auch immer wieder und sehen mit eigenen Augen, dass Besatzung und Unsicherheit, Angst und Frustration das Leben der Menschen in diesem Land beherrscht. Dem anderen die Schuld zuzuweisen bedeutet, sich der Verantwortung zu entziehen und ist gleichzeitig ein Versagen der Führung, einer Führung, der die Menschen so dringend bedürfen. Wir haben es vernommen und wir teilen die Überzeugung, dass pro-Israel zu sein heißen muss, auch pro-Palästina zu sein. Das bedeutet, für Gerechtigkeit für alle zu sein, die gewiss zu einem dauerhaften Frieden führen wird. 
Wir erkennen, wie wichtig die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der Palästinensischen Behörde und Israel ist. Wir wiederholen die Worte von Papst Benedikt, die er am 9. Januar an das Diplomatische Corps gerichtet hat, und in denen er seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass dieser Dialog „fortgesetzt wird, damit man zu einem dauerhaften Frieden gelangt, der das Recht beider Völker garantiert, in souveränen Staaten und innerhalb von sicheren und unter Achtung der Rechte aller Beteiligten international anerkannten Grenzen in Sicherheit zu leben." Ein ausgehandeltes Abkommen ist dringend erforderlich.
Dieser Dialog wird durch Extremismus und Intoleranz gefährdet und untergraben; die Anzeichen dafür sind nur allzu offenkundig in den Haltungen, Urteilen und Taten von viel zu vielen in der heutigen Welt. Dies betrifft beide Seiten und wir rufen zu Toleranz und mutiger Führung auf, die Vergebung und Demut zeigen und ein friedliches Zusammenleben fördern kann.
Ungeachtet der ernsten Probleme, von denen uns in diesem Jahr berichtet wurde und die wir gesehen haben, gibt uns unser Glaube Hoffnung, und es gibt in der Tat Zeichen der Hoffnung: die Zusammenkunft von Kirchen zur Nahostsynode; die wachsende Zahl von Pilgern; die interreligiöse Zusammenarbeit und Freundschaft, die wir in Galiläa erlebt haben und die für alle ein Beispiel ist; die Wohnbauprojekte des Lateinischen Patriarchats und der Kustodie des Heiligen Landes; die humanitäre Arbeit von katholischen Organisationen in Verbindung mit einer Reihe von weiteren praktischen Initiativen im Bereich der Bildung und Kultur zur Unterstützung der örtlichen Gemeinschaft – die wir alle befürworten und unterstützen. Vor allem aber wird unsere Hoffnung genährt durch das andauernde Zeugnis der christlichen Gemeinschaften, denen wir begegnet sind und mit denen wir in Gaza, Nablus, Jerusalem und Galiläa unseren Glauben gefeiert haben. 
Wir begrüßen ferner den Fortschritt in den Verhandlungen zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl in der Hoffnung auf eine baldige Resolution.
Die politischen Führer beider Seiten und unserer eigenen Länder müssen Mut, Entschlossenheit und Kreativität an den Tag legen, damit die bescheidene Hoffnung der Mehrheit auf ein friedliches Zusammenleben Wirklichkeit wird. Juden, Christen und Muslime sollten ihrer Lebensweise treu bleiben, d.h. immer eine grundlegende Offenheit gegenüber allen anderen zeigen. 
Gott schütze alle Menschen im Heiligen Land.
 
Unterzeichner des Schlusskommuniqués von 2012: 


Erzbischof Patrick Kelly – Erzbischof von Liverpool (England und Wales) 
Erzbischof Riccardo Fontana – Bischof von Arezzo-Cortona-Sansepolcro (Italien)
Erzbischof Richard Smith – Erzbischof von Edmonton (Kanada) 
Erzbischof Joan-Enric Vives I Sicilia – Bischof von Urgell (Spanien) 
Bischof Gerald Kicanas – Bischof von Tucson (USA)
Bischof Heinrich Mussinghoff – Bischof von Aachen (Deutschland) 
Bischof Michel Dubost – Bischof von Evry (Frankreich) 
Bischof Peter Bürcher – Bischof von Reykjavik (Nordische Bischofskonferenz) 
Bischof William Kenney – Weihbischof von Birmingham (England und Wales) 

01/16/12

Die Bischöfe der Koordination für das Heilige Land begegnen den Religionen im Heiligen Land

Am Dienstag, den 10. Januar 2012 besuchten die Bischöfe der Koordination für das Heilige Land Galiläa, um dort der christlichen Gemeinden zu begegnen.. (…)

Eine der größten Herausforderungen für die Kirche von heute ist der Dialog zwischen Kulturen und Religionen in einer multireligiösen Gesellschaft. Dies gilt umso mehr und oft umso dramatischer für das Heiligen Land, das die Bischöfe des Koordinierungsausschusses in diesen Tagen besuchen: Ein Beispiel ist Galiläa, das „Galiläa der Nationen“, wohin sich die Bischöfe mit ihren Mitarbeitern und Priester und Journalisten am 10. Januar 2012 aufmachten. Vor Ort wollten sie Einblick in die Erfahrung des interreligiösen Dialogs und in die Zusammenarbeit der christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land gewinnen und diese miterleben.

Das Heiligtum von Muhraqa

Die erste Etappe führte sie zu dem auf dem Gipfel des Berges Karmel gelegenen Heiligtum von Muhraqa. An diesem Ort wird der Prophet Elia gleichzeitig von Juden, Christen, Muslimen und Drusen verehrt. Der Berg Karmel gilt traditionell als Symbol für eine wahre und aufrichtige und ohne Kompromisse und Synkretismus geführte interreligiöse Begegnung. Die Gruppe der Koordination, die der Nuntius und Apostolische Delegat, Erzbischof Antonio Franco und P. Pietro Felet, Sekretär der Versammlung ACOHL anführten, begrüßten Bischof Giacinto-Boulos Marcuzzo, der Lateinische Patriarchalvikar für Israel und Paul Sayah, der maronitische Erzbischof von Haifa und die Karmeliter-Patres, die verantwortlich sind für das Heiligtum.

Die Messe zelebrierte der kanadische Bischof Richard Smith. Er hielt dabei eine kurze, der Bedeutung dieses Ortes angemessene Predigt. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst genossen alle die Gastfreundschaft der Karmeliter-Patres und bewunderten die einzigartige Landschaft des Karmel und der Ebene von Esdraelon. Das klassische Gruppenfoto entstand unter dem Feuerschwert des Propheten Elias, dem Propheten des Monotheismus.

Haifa

Die zweite Etappe führte nach Haifa zum griechisch-katholischen Erzbischof Elias Shaccour, der die Gruppe zusammen mit seinen Priestern und Mitarbeitern begrüßte. Nach einer allgemeinen Einführung über die griechisch-katholische Diözese gab es Raum für einen interessanten Dialog zwischen den Bischöfen und dem stellvertretenden Bürgermeisters von Haifa, Herrn Kulas Eliezer über die Stadt Haifa, die ein Symbol für die soziale Harmonie und den interreligiösen Frieden ist. Diese Stadt hat ihre Wurzeln in der biblischen Botschaft vom Berg Karmel und ist gleichzeitig als alte Hafenstadt zur Welt hin geöffnet. In diesem Zusammenhang übergab Bischof Marcuzzo Herrn Kulas im Namen aller anwesenden Bischöfe eine Kopie der Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag.

Danach lud Mgr Shaccour den Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, der soeben die Besuchergruppe erreicht hatte, und alle übrigen Bischöfe und die Priester seiner Diözese zu einem typisch orientalischen Mittagessen ein. Weitere Priester und Ordensleute aus Haifa stießen ebenfalls zu der im Restaurant der Stella Maris versammelten Gruppe.

Ibbilin

Die dritte Station war Ibbilin, die Heimat der ersten modernen Seligen des Heiligen Landes, Sr. Maria des Jesus dem Gekreuzigten. Hier begrüßte Bischof Elias Shaccour die anwesenden Gäste, die er zu einem Forumsgespräch über die „Kirche der Bergpredigt“ eingeladen hatte: Bischöfe, muslimische Imame, drusische Scheichs und jüdische Rabbiner. Dabei erklärte er einige ausgewählte Ikonen und Fresken, die sich mit der friedlichen Koexistenz zwischen den Völkern und Religionen auseinandersetzen.

Bischof Shaccour führte dann seine Gäste in die Aula des der Maria Bawardi gewidmeten Gymnasiums, das als interreligiöses Forum gedacht ist. Insgesamt nahmen 15 Vertreter fast aller in Israel vertretenen religiösen Gemeinschaften, d.h. Christen, Juden, Muslime, Drusen und Ahmadites (muslimische Reformbewegung) an dem Treffen teil, zum dem das Sekretariat der ACOHL und der Rat der religiösen Führer in Israel eingeladen hatte. Zu diesem Treffen kamen ebenfalls etwa dreißig Priester, Ordensleute und Laien aus der Umgebung.

Bischof Marcuzzo stellte im Namen der übrigen katholischen Bischöfe das Thema der Begegnung vor und leitete auch die Diskussion. Er erinnerte dabei an einige der jüngsten Ereignisse des interreligiösen Dialogs und hinterfragte die Früchte dieser Begegnungen: „Das Treffen von Papst Benedikt XVI. mit dem Rat der religiösen Führer in Israel in Nazareth am 14. Mai 2009, die Begegnung in Assisi im Oktober vergangenen Jahres und die von Papst Benedikt XVI. gewährte Audienz desselben Rates am 10. November 2012 in Rom. Diese Treffen haben eine Reihe schöner Dokumente hervorgebracht und waren eine Gelegenheit der unterschiedlichen religiösen Führer, großartige Reden zu halten. Aber die wichtigste Grundfrage bleibt: Was passiert als Nächstes? Was tun wir, um das Gesagte in die Tat zu übersetzen? Was bedeutet der Dialog im konkreten Alltag?“

Beginnend bei diesen Fragen intervenierten ein Vertreter jeder Glaubensgemeinschaft: Prof. Fadhel Mansour für die Drusen, Scheich Samir Al-Assi aus Akko für die Muslime, Scheich Falah Odeh für die Ahmaditen des Berges Karmel und Rabbi Ronen Lubich aus Nir Etzion für das Judentum. Jeder ging in seiner Antwort auf die Aspekte der Toleranz, der Akzeptanz des Anderen und des Dialogs in seiner jeweiligen Gemeinden ein.

In der Vielfalt der gemachten Vorschläge fand sich ein Einvernehmen in drei praktischen Punkten: 1) Ausbildung religiöser Führer zum Dialog, 2) Arbeit in den Schulen, in diesem Sinne vor allem die Veränderung der Lehrbücher, 3) Mobilisierung der Jugendverbände und -bewegungen, die Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit zu verbreiten. Das sind Ziele, die durch eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen religiösen Gemeinschaften und der öffentlichen Hand erreicht werden können. Hierfür kommt dem Rat der Religionsführer in Israel eine wichtige Bedeutung zu.

Mgr Sayyah drückte seine tiefe Überzeugen aus, „dass der Einsatz zur Verbesserung der Beziehungen und für eine `Erziehung´ zu einem guten Zusammenleben ein entscheidendes Thema ist, das für uns alle in der Zukunft Priorität haben wird.“

Abschließend dankte Bischof Shaccour allen Teilnehmern mit den Worten: „Wir alle, Christen und Gläubige, gehören zum Heiligen Land. Wir sind Teil der Antwort und nicht des Problems“. Im Namen des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Antonio Franco, verteilte Bischof Marcuzzo allen Beteiligten eine Kopie der Botschaft des Papstes zum Welttag des Friedens: "Jugend zu Gerechtigkeit und Frieden erziehen“. Bei der Abfahrt fasste einer der Bischöfe der Koordination die Stimmung mit den Worten zusammen: „Wenn wir zurück in unsere Heimatländer kommen, können wir den Gläubigen unserer Diözesen sagen: Israel, Palästina und Jordanien sind nicht nur der Ursprung und Schauplatz von Problemen und Konflikten, so wie es uns einige Medien oft schildern. Hier setzten sich die religiösen Gemeinschaften und insbesondere die Kirche für die sorgfältige und gewissenhafte Suche nach einer friedlichen Koexistenz ein.“

 

Keiner soll alleine glauben

Trier - Mit einem feierlichen Gottesdienst im Trierer Dom hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken am 6. November die Diaspora-Aktion 2011 eröffnet. Bischof Dr. Stephan Ackermann griff in seiner Predigt das Motto der diesjährigen Diaspora-Aktion „Keiner soll alle glauben. Ermutigen. Erzählen. Erleben" auf. „Es gilt auch: Keiner kann alleine glauben. Es braucht die Gemeinschaft, der Glaubenden, die stärkt und stützt", sagte der Bischof. Höhepunkt der Diaspora-Aktion 2011 ist der Diaspora-Sonntag am 20. November. An diesem Tag wird in den katholischen Gottesdiensten in ganz Deutschland für die Belange der Katholiken gesammelt, die in Nord- und Ostdeutschland, in Nordeuropa und im Baltikum in einer extremen Minderheitensituation leben.  (weiter...)

 

10/18/11

Papst Benedikt ruft ein "Jahr des Glaubens" aus

Am vergangenen Sonntag kündigte Papst Benedikt XVI. seine Entscheidung an, ein besonderes „Jahr des Glaubens" auszurufen, das am 11. Oktober 2012 - dem 50. Jahrestag der Eröffnung des 2. Ökumenischen Vatikanischen Konzils - beginnen und am 24. November 2013, dem Hochfest Christkönig, abgeschlossen werden wird. Die Motivationen, Zielsetzungen und Leitlinien dieses „Jahres" hat Benedikt XVI. im Apostolischen Schreiben in Form eines Motu proprio „Porta fidei" dargelegt, das hier heruntergeladen werden kann: Motu Proprio "Porta fidei"

Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Paderborn beendet

Die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz haben am Mittag die Vollversammlung in Paderborn beendet. Auf Einladung des Erzbischofs von Paderborn und des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken waren sie knapp eine Woche in der Stadt des Heiligen Liborius zu Gast.

Neben den verschiedenen Arbeitssitzungen standen auch kulturelle und gottesdienstliche Veranstaltungen auf dem Programm.

Der Pressebericht sowie ein Bericht über die Situation der Kirche in Skandinavien wurde veröffentlicht.

09/18/11

Die nordischen Bischöfe feiern feierliches Ponitfikalamt im Hohen Dom in Paderborn

Am Sonntag, d. 18. September zelebrierten die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz im Hohen Dom zu Paderborn ein feierliches Pontifikalamt. Hauptzelebrant war Bischof Anders Arborelius (Bischof von Stockholm und Vorsitzender der NBK), die Predigt hielt Bischof Teemu Sippo aus Finnland.

 

09/16/11

Die Nordische Bischofskonferenz tagt in Paderborn

Herbstvollversammlung vom 16.-21. September 2011

Die Herbstvollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz findet auf Einladung des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken und des Paderborner Erzbischofs vom 16. bis 21. September 2011 erstmals in Paderborn statt.

An der Herbstvollversammlung nehmen alle Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz teil:

 

-           Bischof Anders Arborelius, Vorsitzender der NBK (Bistum Stockholm/Schweden),

-           Bischof Bernt Eidsvig (Bistum Oslo und Prälatur Trondheim/Norwegen),

-           Bischof Berislav Grgiç (Prälatur Tromsø/Norwegen),

-           Bischof Peter Bürcher (Bistum Reykjavik/Island),

-           Bischof Teemu Sippo (Bistum Helsinki/Finnland),

-           Bischof Czeslaw Kozon (Bistum Kopenhagen/Dänemark).

Außerdem ist der Altbischof von Oslo, Bischof Gerhard Schwenzer, anwesend.

Themen der Tagung sind unter anderem

-          die Priesterseminare in Nordeuropa

-          die Bischofssynode zur Neuevangelisierung 2012 in Rom

-          Neuevangelisierung aus Sicht der Diaspora

-           die Zukunft der ökumenischen Zusammenarbeit in den nordeuropäischen Ländern

-           der geplante Neubau der katholischen Bischofskirche in Trondheim in Norwegen

-           der Umgang der katholischen Kirche mit dem Attentat von Oslo

Nordische Bischöfe feiern Gottesdienst im Paderborner Dom

Die Bischöfe aus Nordeuropa feiern am kommenden Sonntag um 10 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn das Kapitelsamt. Hauptzelebrant ist der Bischof von Stockholm, Anders Arborelius. Die katholischen Bischöfe aus Norwegen, Finnland, Island und Dänemark sowie der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken, Monsignore Georg Austen, konzelebrieren. Der Gottesdienst wird musikalisch gestaltet durch das Hildegard-Ensemble aus Kopenhagen.

Außerdem feiern die nordischen Bischöfe am Sonntag um 18.30 Uhr eine feierliche Vesper in St. Johannes Baptist in Büren-Siddinghausen. Am Montag zelebrieren sie um 19 Uhr die Abendmesse in St. Kilian in Büren-Brenken.

Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz trauern mit dem norwegischen Volk

Die Bischöfe nordischen Bischofskonferenz haben einem Brief an den norwegischen Staatsminister dem norwegischen Volk ihr Beileid ausgesprochen.

Mit "Trauer und Entsetzen" haben sie die Nachricht von den Anschlägen in Oslo und Utøya vernommen und bezeichnen diese furchtbaren Ereignisse als "Ausdruck sinnloser Gewalt", die "unbeschreibliches Leid und Verzweiflung über viele Menschen" bringe. (weiter...)

 

 

Papst verurteilt Anschläge in Norwegen als 'Akte sinnloser Gewalt'

Benedikt XVI. ruft die norwegische Bevölkerung zu einem geeinten und entschlossenen Eintreten gegen Hass und Konflikte auf

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Benedikt XVI. hat die Anschläge von Oslo und Utoya als "Akte sinnloser Gewalt" verurteilt und den Familien der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Der Papst sei "zutiefst traurig" über die vielen Toten und Verletzten, heißt es in einem am Samstagabend vom Vatikan veröffentlichten Beileidsschreiben an König Harald V. von Norwegen.

Benedikt XVI. rief die norwegische Bevölkerung angesichts der "nationalen Trauer" zu einem geeinten und entschlossenen Eintreten gegen Hass und Konflikte auf. Die Norweger sollten ohne Angst für eine von gegenseitigem Respekt, Solidarität und Freiheit geprägte Zukunft für die kommenden Generationen eintreten.


Der Papst versicherte die Opfer und ihre Angehörigen seines Gebetes. Unterzeichnet ist das Schreiben vom vatikanischen Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.

Das Kondolenzschreiben im Wortlaut.

06/29/11

Zukunft der Kirche - Kirche der Zukunft

Eine pilgernde, hörende und dienende Kiche

Unter diesem Titel steht die diesjährige Nordische thelogische Studientagung, die vom Ansgarwerk ausgerichtet wird.

Vielen Verantwortlichen in der Kirche ist durch die innerkirchliche Vorfälle im Jahr 2010 bewusst geworden, dass die Kirche in eine Vertrauenskrise geraten ist und vor neuen Herausforderungen einer missionarischen Pastoral und Spiritualität steht. Diese Erneuerung wurde während der theologischen Studientagung in Haus Ohrbeck in den Blick genommen. Die vier STichworte "pilgernd, hörend, verkündigend, dienend", wurden jeweils an einem der Tage in ihrer theologischen, pastoralen und spirituellen Diemension bedacht, um darin Impulse für eine innovative und in die Zukunft blickende Seelsorge zu finden.

Drei weitere Tagungsinhalte ergänzten die Seminararbeit der Studientagung:

  • der Besuch des Bischofs von Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, dem das genannte Thema persönlich und in seinem Amt als Vorsitzender der pastoralen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz ein besonderes Anliegen ist,
  • die Mitfeier des Pontifikalamtes am Sonntag (03.07.11 im Dom zu Osnabrück), in dem die Seligsprechung der Lübecker Märtyrer nachgefeiert wird. Zur Vorbereitung auf diesen Gottesdienst kommt am Samstag Prof. Dr. Helmut Rolfes, ein Spezialist in der Forschung zu den Lübecker Märtyrern.
  • und eine Exkursion am Sonntagnachmittag (Besuch einer zum Kolumbarium umgewandelten Kirche und eines Gemeindefestes).

Die Neuevangelisierung in Europa im Mittelpunkt des Treffens der Generalsekretäre und der Pressesprecher der Bischofskonferenzen Europas

Das Thema der „Neuevangelisierung" in Europa wird im Mittelpunkt beider aufeinanderfolgenden Treffen des CCEE stehen: Zunächst werden sich die Generalsekretäre vom kommenden 16. bis zum 19. Juni in Vilnius treffen. Danach wird die litauische Hauptstadt das Treffen der Pressesprecher und Pressebeauftragten der Bischofskonferenzen Europas (18.-21. Juni 2011) beherbergen. Zum ersten Mal ruft der CCEE Generalsekretäre und Pressesprecher zusammen, um die Kommunikationsstrategie der Kirche gemeinsam zu erörtern. (weiter...)

05/03/11

Rundschreiben der Kongregation für die Glaubenslehre

Um den Bischofskonferenzen zu helfen, Leitlinien für die Behandlung von Fällen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch Kleriker zu erstellen, hat die Kongregation für die Glaubenslehre ein Schreiben an alle Bischöfe herausgegeben.

 

Das Schreiben betont die Notwendigkeit, dass sie Kirche die Bereitschaft zeigt, Opfer und deren Angehörige anzuhören und für deren seelsorgerlichen und psychologischen Beistand zu sorgen. Darüber hinaus sollen Programme zur Prävention erstellt und auf die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten überprüft werden. Die Begleitung von Priestern und die Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden sind ebenso wichtige Aspekte, die in den Leitlinien Eingang finden müssen.

Hier das Rundschreiben der Glaubenskongregation im Wortlaut.

05/13/11

Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei"

Die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei" hat heute die Instruktion mit den Ausführungsbestimmungen zur Anwendung des Motu proprio „Summorum Pontificum" zur Liberalisierung des so genannten alten Ritus veröffentlicht. Die Instruktion trägt den Namen „Universae Ecclesiae".

Papst Benedikt XVI. verdeutlicht in der Instruktion: „Es gibt keinen Widerspruch zwischen der einen und der anderen Ausgabe des Missale Romanum. In der Liturgiegeschichte gibt es Wachstum und Fortschritt, aber keinen Bruch. Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein". 

Der volle Wortlaut der Instruktion ist hier zu finden:

03/14/11

Pressemitteilung der NBK

Die Anwesenheit vieler pakistanscher Einwanderer in den nordischen Ländern veranlasst uns, unsere grosse Trauer über die kürzliche Ermordung des pakistanischen Ministers für Minderheiten, Shahbaz Bhatti, zum Ausdruck zu bringen, der im Alter von 42 Jahren von religiösen Extremisten in Islamabad getötet wurde. (weiter)

02/09/11

Vollversammlung der Nordischen Bischofskonferenz in Jerusalem

Vom 31. Januar bis zum 7. Februar war die Nordische Bischofskonferenz erstmals zu einer Vollversammlung im Heiligen Land. Die Vollversammlung war zugleich eine Wallfahrt zu den Heiligen Stätten. Neben den Besuchen in Jerusalem und Umgebung standen verschieden Punkte auf der Tagesordnung.

Als Schwerpunktthema diskutierten die Bischöfe die geplanten gemeinsamen Richtlinien der nordischen Kirche für den Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche. Diese Fragen fordern sehr viel detaillierte und umfassendere Regeln als diejenigen der zivilen Gesetzgebung. Daher haben die katholischen Bistümer im Norden Vorschläge zu einem Bereitschaftsplan erarbeitet, die eingehend auf der Sitzung in Jerusalem besprochen wurden. Dort wurde auch eine theologische Einleitung zu diesen Richtlinien sowie gemeinsame Definitionen für den Begriff des sexuellen Missbrauchs vorbereitet sowie Vorbeugungsmassnahmen diskutiert, um sexuellen Missbrauch in Zukunft zu verhindern.

Der allererste Besuch der Nordischen Bischofskonferenz in Jerusalem war auch verschiedenen Begegnungen mit lokalen kirchlichen Autoritäten und Gläubigen gewidmet. Die Bischöfe waren sehr beeindruckt von der Offenheit und dem Mut der Christen im Heiligen Land.

"Die Geschichte der Kirche in Jerusalem ist unsere Geschichte; und die Zukunft dieser Kirche berührt und tief und betrifft uns alle", sagten die nordischen Bischöfe in einer gemeinsamen Erklärung.
"Es ist unsere gemeinsame Hoffnung, dass Jerusalem eine Stadt des Friedens wird und damit von prophetischer Bedeutung für alle Juden, Muslimen und Christen."

Auf der Vollversammlung wurde auch der Vorsitzende Bischof Anders Arborelius OCD (Stockholm) sowie sein Stellvertreter Bischof Czeslaw Kozon (Kopenhagen) für weitere 4 Jahre wiedergewählt, ebenso Bischof Bernt Eidsvig (Oslo)  als Mitglied des Ständigen Rates und Sr. Anna Mirijam Kaschner ,cps als Generalsekretärin.

Erklärung der nordischen Bischofskonferenz

http://www.nordicbishopsconference.org/

 

5. Januar 2011

Pressemitteilung

der katholischen Bischöfe Skandinaviens über den Bombenangriff in Alexandria

Die nordisch-katholischen Bischöfe, die in diesen Tagen in Djursholm (Schweden) versammelt sind, haben die folgende Erklärung bezüglich des Terrorangriffs auf eine koptisch-katholische Kirche in Ägypten abgegeben:

„Mit tiefer Sorge haben wir - die römisch-katholischen Bischöfe in Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden - die Nachricht von einem weiteren Angriff auf eine Kirche im mittleren Osten vernommen, diesmal in Alexandrien, wo eine Reihe koptischer Christen ermordet wurden. Nur kurze Zeit nach dem Massaker in der syrisch-katholischen Kirche in Bagdad werden wir wieder Zeuge einer neuen Terrorhandlung die direkt gegen die verwundbare christliche Minderheit in diesem Teil der Erde gerichtet ist.

Wir fordern daher die Autoritäten dieser Länder auf, die Christen und ihre heiligen Stätten mit ganzem Einsatz zu schützen. Wir fordern auch die Regierungen in unseren nordischen Ländern auf, das Recht auf Religionsfreiheit zu verteidigen und einzugreifen um alle religiösen Minderheiten im mittleren Osten und anderen Teilen der Welt zu beschützen.

Mit Freude haben wir vernommen, dass Papst Benedikt XVI. die Führer aller Religionsgemeinschaften in diesem Herbst nach Assisi einladen wird. Seine Absicht ist es, die Zusammenarbeit und den Dialog zwischen den religiösen Führern zu stärken und Frieden und Gerechtigkeit zu fördern. Zusammen mit allen Gläubigen aller Überzeugungen wollen wir uns Gewalt und Machtausübung im Namen der Religion widersetzen.

Es war schon länger der Wunsch der Nordischen Bischofskonferenz, sich im Februar dieses Jahres in Jerusalem zu versammeln. Unsere Absicht ist es, innerhalb der Mauern der heiligen Stadt - unser Engagement in diesen Fragen sichtbar zu machen und für Frieden und Gerechtigkeit zu beten."

Die nordischen Bischöfe haben sich vom 3.-5. Januar 2011 in Djursholm (Schweden) getroffen. Auf ihrer Tagesordnung standen u.a. die Priesterausbildung in den nordischen Ländern sowie die Richtlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, die auch Schwerpunktthemen auf der Konferenz in Jerusalem sein werden.

Die Bischöfe nahmen außerdem an einem Medientraining teil, das von einem Redakteur und einem Journalisten der „Katholischen Fernseharbeit" durchgeführt wurde.

Der Apostolische Nuntius Erzbischof Emil Paul Tscherrig nahm an einigen Sitzungen teil, um die Situation der katholischen Kirche im Norden zu diskutieren.

 

10/13/10

Nordisch Katholischer Familienrat gegründet

Die Nordische Bischofskonferenz hat auf ihrer Vollversammlung in Bergen (2.-7. September 2010) die Vorbereitungsgruppe des Familienkongresses „Leben und Liebe", der im Mai in Jönköping stattfand, beauftragt, einen Nordisch-Katholischen-Familienrat zu gründen. Dieser neue Rat hat u.a. die Aufgabe, weitere Familienkongresse zu organisieren und durchzuführen. Als Kontaktperson zwischen dem Rat und der Bischofskonferenz wurde der Bischof von Tromsø, Exzellenz Berislav Grgic ernannt.

03/18/10

Die Nordische Bischofskonferenz zum Ad Limina Besuch in Rom

Die Bischöfe der Nordischen Bischofskonferenz befinden sich derzeit in Rom zum sogenannten "Visita Ad Limina". Ca. alle 5 Jahre kommen alle Bischöfe nach Rom, um mit dem Papst und den verschiedenen Kongregationen und Dikasterien zusammenzutreffen und relevante Fragen zu besprechen.

Das Programm der Bischöfe ist sehr dicht, denn zeitgleich mit dem Ad Limina Besuch findet auch die Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz statt. Auf der Tagesordnung stehen u.a. auch die Übersetzungen verschiedener liturgischer Texte in die jeweiligen Sprachen der Bischofskonferenz.